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"Mehr System bitte!" - Die WG-Organisation

Damit das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft reibungslos, sprich: ohne größere Auseinandersetzungen, funktioniert, hier ein paar Ratschläge, wie eine WG entspannt organisiert werden kann.

Hier sollen sich keine Kontroll-Freaks angesprochen fühlen, das heißt: Weniger ist manchmal mehr. Wenn dein Mitbewohner mal vergessen hat, den Müll rauszubringen, nicht sofort ausflippen. Nachdenken: Vielleicht hat er gestern viel für die Uni zu tun gehabt, Stress im privaten Bereich gehabt oder es einfach schlicht vergessen. Wenn der Müll am zweiten Tag noch immer jungfräulich unangetastet dasteht, den Zuständigen an seine Pflicht erinnern, etwa: "Wer ist eigentlich mit dem Müll dran?" (naive Unwissenheitsnummer) oder: "Paul, kannst du dich mal bitte an den Müll machen?" (nette Kindergärtnerinnen-Nummer) oder auch: "Ich wusste gar nicht dass du so ein Naturfreund bist, Paul." "Häh? Warum?" "Dass du jetzt schon einen Indoor-Kompost anlegst. Echt interessant." (Witzige Ironie-Nummer, funktioniert zwischen Frauen und Männern am besten).

Einige WGs schwören jedenfalls auf einen Putzplan, genauso findet sich häufig der Einkaufs-Plan (dies natürlich weniger bei Zweck-WGs), sowie der Duschplan. Die Vorteile sind offensichtlich: jeder der Bewohner ist nach einem Rotationsprinzip zum Beispiel ein- oder zweimal im Monat an der Reihe aufzuräumen oder das Bad zu putzen, das ist gerecht, niemand wird bevorzugt oder benachteiligt, und vor allem ist es: Sauber! Diese Tatsache alleine kann ein Zusammenleben schon ungemein entspannen, glaubt mir!

Liegt ein Einkaufsplan vor, so muss ebenfalls die dafür notwendige finanzielle Seite im Vorfeld geklärt werden. Entweder es wird nach jedem gemeinsamen Einkauf abgerechnet und geteilt oder jeder Bewohner schmeißt am Anfang des Monats einen vorher abgesprochenen Betrag in ein dafür vorgesehenes Behältnis, aus dem sich der gerade für den WG-Haushalt Einkaufende dann bedienen kann. Letztere Möglichkeit erfordert natürlich ein gewisses Maß an Vertrauen gegenüber seinen Mitbewohnern, welches aber zum Beispiel dadurch gestärkt werden kann, dass die jeweiligen Rechnungen/Kassenzettel nach jedem Einkauf in das vorher erwähnte Behältnis gegeben werden. Auf diese Weise kann von jedem vollzogen werden wieso und warum das Geld so schnell verschwindet!

Anschließend darf vorgestellt werden: Der Duschplan! Sehr nützlich, vor allem wenn zwei oder mehr Mitbewohner morgens zur gleichen Zeit aus dem Haus müssen. Damit es vor dem Badezimmer zu früher Stunde nicht zum Stau mit gleichzeitigem Aufbau negativer Energien kommt, sollte im Vorfeld abgesprochen werden, wann wer duschen möchte. Wenn der eine eher morgens, der andere dagegen lieber abends duscht, ist das Problem schon aus der Welt. Falls aber alle fünf Bewohner nur und ausschließlich morgens duschen und auch alle eines Tages zur gleichen Zeit raus müssen, könnte es zu Komplikationen kommen. Dann gilt: Wer steht früh auf, wer noch früher und wer eher spät? Klar, die meisten werden eher Anhänger des letzten Falles sein. Hier hilft wohl nur losen...




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